Gehört habe ich schon vorher vom Bärenland in Arosa, interessiert hat es mich nicht. Das änderte sich, als ich einen Eintritt geschenkt bekam und wir fanden, wir könnten es ja mal besuchen. Es war dann doch recht spannend.

Im Anschluss an unsere Wanderung aufs Weisshorn gondeln wir gemütlich hinunter zur Mittelstation. Da wir reichlich Zeit haben, beschliessen wir, das Bärenland zu besuchen. Dieses liegt gleich neben der Station. Dank eines Codes einer lieben Frau, die ich von Twitter und jetzt Bluesky her kenne (das anständige Pendant zur Hassplattform ‚X‘, früher bekannt als Twitter), haben wir einen Gratiseintritt. Doch das hat seine Tücken, irgendwie scheint das nicht zu funktionieren, auch an der Kasse können sie mir nicht helfen. Egal, mit der „Arosacard“ kostet ein Eintritt sowieso nur fünf Franken.
Wir bezahlen diese und treten ein, werden zuerst durch einen Gang an den Geschichten der Bären vorbeigeführt. Die vier Bären, die hier ein schönes Leben geniessen, haben ein trauriges Schicksal. Zwei kamen als verwaiste Jungbären in einen Zoo, wo sie einzeln in einem Betongraben gehalten wurden, die beiden anderen waren Schauobjekte in Restaurants, wo sie in winzigen Käfigen gehalten und schlecht behandelt wurden. Über die Organisation „Vier Pfoten“ gelangten sie ins Arosa Bärenland, wo sie sich fast wie in der Wildnis fühlen können.
Eine grosszügige Anlage
Davon lassen wir uns nun überzeugen. Wir treten ins freie, sind auf einer Plattform und schauen ins Gehege. Zwei Bären tummeln sich da, lassen es sich gut gehen. Über schwankende Hängebrücken kann man das Gebiet von oben betrachten. Unterwegs treffen wir einen Ranger, der sich mit Heinz vorstellt. Er beantwortet den Leuten gerne ihre Fragen. So erzählt er uns, dass die Bären jeden Tag das Gehege wechseln, um Abwechslung zu erhalten. Diese haben sie eigentlich schon mit dem weitläufigen Gelände, das Wiesen, Felsen, Badeteiche und Wald umfasst.
Den Bären scheint es wirklich gut zu gehen, entspannt liegen sie an der Sonne oder geniessen ein Bad. Ich habe meine Meinung revidiert und finde es eine gute Sache. Die ursprüngliche Absicht, Bären aus Wildfang zu halten, hätte ich verurteilungswürdig befunden. Befreiten Bären hier aber ein neues Zuhause und Freiheit zu geben, ist ganz in Ordnung. Für einen Familienausflug ist es allemal ein Ziel.
