Das Maraner Hauptji ist ein Aussichtspunkt auf dem Weg zum Weisshorn und ohne Schwierigkeiten erreichbar. Folge davon ist, dass es sehr gut besucht ist. Wir haben es aber wieder geschafft, alleine oben zu sein. Wie das?

Aussicht von der Zwischenstation

Unser Geheimnis

Eigentlich ist es ganz einfach: Die erste Luftseilbahn zur Mittler Hütta, von wo die Wanderung offiziell startet, fährt um neun Uhr. Wir müssen einfach früher da sein. So starten wir zu Fuss um zehn vor sieben Uhr, genug Zeit, um vor der grossen Masse auf dem Hauptji zu sein. Auf der Alpstrasse entdecken wir einen Alpensalamander, der sich immer noch an der Restfeuchte des vorangegangenen Regentages erfreut. Um acht Uhr sind wir bei der Zwischenstation, mehr als eine Stunde vor den Bähnlitouristen. So haben wir einen schönen Vorsprung und geniessen die Ruhe.

Der Schmetterlingspfad

Nein, offiziell beschriftet ist er nicht so, aber wir entdecken einige Schmetterlinge. Da es bewölkt und kühl ist, sind sie immer noch an ihren Übernachtungsplätzen, regungslos, weil starr vor Kälte. Dies nutzen wir, um sie abzulichten. Ich habe zwar kein Makroobjektiv dabei, aber mein 16mm-Weitwinkel hat eine sehr kurze Naheinstellgrenze. Damit versuche ich nun, den Natterwurz-Perlmuttfalter, den Mittleren Perlmuttfalter und den Silbergrünen Bläuling abzulichten. Silvan macht sich ebenfalls ans Werk, aber weitaus profesioneller.

Sonne auf dem Gipfel

Pünktlich mit dem Erreichen des Hauptji kommt auch die Sonne hervor. Alle Sitzbänke sind leer, es sind keine anderen Leute in Sicht. Wir geniessen eine prachtvolle Aussicht auf das Schanfigg und die umliegenden Berge.

Den Abstieg kennen die Frau und ich schon, sind wir den Weg doch schon aufwärts gegangen bei der Wanderung aufs Weisshorn. Bei der Scheidegg gehen wir diesmal geradeaus Richtung Rota Tritt. Es ist bereits wieder ziemlich warm, wir sind um jeden Schatten froh.

Auf der Forststrasse zurück

Beim Rota Tritt folgen wir weiter dem Wanderweg abwärts und erreichen eine andere Forststrasse. So unbelebt, wie wir uns das erhofft haben, ist es nicht. Immer wieder fährt ein Auto vorbei, das zur Ochsenalp will (besser gesagt deren Insassen). Viel los ist auch nicht neben der Strasse, ausser einem Kaisermantel, dessen Beobachtung erst noch angezweifelt wird von ornitho-Seite. Der Höhepunkt ist ein Aussichtspunkt, von dem man schön ins Schanfigg und auf den Langwies-Viadukt herunterschauen kann. Ach ja, dann sind da auch noch die Felsenschwalben, die wir schon während den ganzen Ferien gesucht haben.

Nach einer ausgiebigen Pause kehren wir nach Arosa zurück, schnurstracks in die Bäckerei unseres Vertrauens. Es hat mächtig Durst gegeben, und die Auslagen sind auch nicht zu verachten, so dass wir uns etwas gönnen.

Info

Eine schöne Wanderung auf einen Aussichtsgipfel, die gut abgekürzt werden kann beim Rota Tritt, wenn man dort zur Prätschalp wandert und von dort zurück nach Maran.

Start: Arosa
Ziel: Arosa
Strecke: Arosa – Mittelstation Weisshornbahn – Maraner Hauptji – Rota Tritt – Lengwieser Ussicht – Arosa
Distanz: 14 Kilometer
Höhenmeter: 540 Meter
Wanderzeit: 4 Stunden
Schwierigkeit: T2
Höhepunkte: Aussicht, Murmeltiere,
Alternative: Beim Rota Tritt kann man auch nach rechts Richtung Prätschalp und vorbei an den schönen Prätschseen.

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